CLAYTEX: Bentonit-Abdichtung von Struktur mit Grundwasser

Code: S.0014

"Einhüllende" Abdichtung durch Positionierung und korrekte Befestigung von Sandwich-Matten aus Polypropylen mit 5kg/m² Natriumbentonit in Pulverform. Für ins Erdreich eingelassene Räume, die konstant in Kontakt mit Grundwasser sind.

Verwendete Produkte

Das Problem

Die Abdichtung der in das Erdreich eingelassenen Strukturen stellt ein Erhebliches Problem im Bereich des Fundamentbaus dar. Das Wasser kann eine vorzeitige Verschlechterung der Bauwerke verursachen, sowohl durch den physischen Effekt durch das Eindringen in die Unterlage, als auch aufgrund der chemischen Beschädigung. Das Wasser ist in der Regel eine Salzlösung mit chemischen Wirkstoffen, die auf die Zementmatrix der Artefakte einwirken und diese angreifen kann.

In jedem Fall ist das Endergebnis eine Verschlechterung und Beschädigung der Strukturen, sowohl in Hinsicht auf die statische Resistenz, als auch auf die Funktion des Bauwerkes. Daher ist es eine wesentliche Anforderungen an die ins Erdreich eingelassenen Strukturen, dass diese über eine korrekte Abdichtung verfügen, die während der gesamten Lebensdauer des Bauwerkes die komplette Übereinstimmung mit den Betriebsvariablen sicherstellt.

 

Die Lösung

Eine erste Analyse der möglichen Lösungen für die Abdichtung von in das Erdreich eingelassenen Strukturen führt zur Unterscheidung von "passiven Systemen", die sich ausschließlich auf das Ausführen der Barrierefunktion beschränken und den Kontakt Struktur/Flüssigkeit unterbinden, und "aktiven Systemen", die in der Lage sind, mit der Flüssigkeit selber zu interagieren und die möglichen Infiltrationswege auch bei einem fortgeschrittenen Betriebsstatus des Bauwerkes blockieren. Zur zweiten Kategorie gehören die geosynthetischen Bentonitbarrieren. 

Eine Bentonit-Geokomposit kann als eine hydraulische Barriere bezeichnet werden, die aus einer Bentonitschicht mit niedriger Durchlässigkeit besteht, die durch Geotextilien oder Geomenbrane, die nach unterschiedlichen Prinzipien aufgebaut sind, unterstützt wird. Ein "Bentonit-Geokomposit" kann man sich als einen Bentonitbehälter vorstellen. Das Bentonit stellt die undurchlässige Matrix dar und die Geotextilien zur Eindämmung das Schutzelement, welches dem Barrieresystem den mechanischen Widerstand verleiht.

 

Bentonitmatte CLAYTEX

Die Matte CLAYTEX besteht aus zwei flexiblen Geotextilien, die durchlässig, gestanzt und so aufgebaut sind, dass sie in ihrem Inneren gute 5 kg/m² Natriumbentonitgranulat mit einem erhöhten Anteil an Montmorillonit (mehr als 95%) beherbergen können. Ihre Verwendung sieht die Eingrenzung der Mappen durch "in die Erde setzen" vor, um die Matte CLAYTEC an der Struktur anzubinden, begrenzt von den Füllmaterialien. Die beschriebene Eingrenzung dient dem Verhindern der vollständigen Expansion des Natriumbentonits.  Daraus folgt die Bildung eines klebrigen, kohärenten, wasserundurchlässigen, selbstversiegelnden Gels, welches bereit für die Reaktivierung mit weiteren expansiven Prozessen bei eventueller Rissbildung oder Verformung der Struktur ist.

ALLGEMEINE EIGENSCHAFTEN 

  • Natürliches, durch Wasser aktiviertes Versiegelungsmittel.
  • Selbstversiegelnd
  • Poröse Schutzgewebe, um die schnelle Hydration zu ermöglichen.
  • Kontinuierliche und gleichmäßige Bentonitschicht.
  • Flexibel
  • Resistent gegenüber biologischen und Umweltangriffen
  • Altert nicht.

 

INSTALLATION DER MATTEN AUF HORIZONTALEN FLÄCHEN

Falls CLAYTEX direkt auf der Erde oder unter Strukturplatten aufgebracht wird, muss das Substrat kompakt sein und aus einem natürlichen, feinen und homogenen Material bestehen. Andernfalls ist unbedingt eine Betonschicht mit einer Dicke von 7-8 Zentimetern erforderlich.  Die Polypropylenseite (die dunklere Seite) zeigt nach oben. Wenn die CLAYTEX-Matte verlegt und am Betonsubstrat vernietet wird, muss dieses mit einer weiteren Betonschicht von 5-6 cm bedeckt werden, um eine mögliche Beschädigung durch plötzlichen regen oder die Verlegung der Armierung der folgenden Platte zu verhindern.

INSTALLATION DER MATTEN AUF VERTIKALEN FLÄCHEN

Die Matten werden auf vertikalen Flächen aufgebracht, indem unten begonnen wird und nach vorherigem Abfeilen der überschüssigen Bereiche der Abstandshalter der "Klingen"-Verschalung mit einer Schleifscheibe und dem darauf folgenden Aufschütten der entstehenden Mulde und dem Loch des Abstandshalters aus PVC-Rohr mit Anti-Karbonisierungs-Zementmörtel OSMOCEM AC.  

Un rotolo di CLAYTEX 110Jede CLAYTEX-Matte hat Abmessungen von 1,10x5,00m und ist daher leicht durch die Verwendung von Stahlnägeln für Mauerwerk von 5-6 cm und Kunststoffscheiben oder ähnlichem, für den Zweck geeignetem Material, aufzubringen. Die Polypropylenseite (die dunklere Seite) zeigt nach außen. Die unterste Reihe der Matten muss um die Basis des Fundaments gewickelt werden und so eng wie möglich an den Innenwinkeln anliegen. Wo möglich müssen die Matten mit osmotischem, schnell ausbildendem Zweikomponenten-Zementmörtelwinkeln abgerundet werden  Alle angrenzenden Matten müssen sich um mindestens 5cm überlappen. Die auf die erste folgenden Mattenreihen müssen so aufgebracht werden, dass die vertikalen Verbindungen versetzt sind. CLAYTEX erfordert keinen weiteren Schutz. Wenn die Situation es zulässt, muss das Füllmaterial (Sand) entsprechend auf die Matten aufgebracht werden, in aufeinander folgenden Schichten mit einer maximalen Höhe von 60-80 cm, korrekt verdichtet und möglichst angefeuchtet. Kann das in die Erde setzen nicht sofort erfolgen, kann die dunkle Plastikfolie einen temporären Schutz gegen die Witterungseinflüsse darstellen. 

Das CALYTEX-System mit seiner einfachen Aufbringung erfordert minimale Vorbereitung der Oberflächen. Es ist kein Untergrund-Primer erforderlich. Die Matten können auf frischem Beton verlegt werden, auch, wenn dieser schmutzig oder staubig ist. Es sind keine Gewebe, Stoffe oder andere Schutzmaterialien erforderlich. Der Verlegewinkel ist mit dem größten Teil der Dränagesysteme kompatibel. Es bestehen keine Beschränkungen in Bezug auf die Verlegetemperatur.

BESCHRÄNKUNGEN UND VORKEHRUNGEN

  • Die CLAYTEX-Matten können nicht auf Dächern, Tunneln oder Strukturplattformen, bei fehlender geeigneter Schutzschicht aus mindestens 20 cm Beton oder 50 cm Erde installiert werden.  
  • Die Matten müssen vor Regen und Wasser jeder Herkunft geschützt werden, zum Beispiel durch Polyethylengewebe, bis sie in der Erde oder als Kontrast verlegt werden.
  • Sind Beschädigungen als Folge zu starker Niederschläge vor der Aufbringung der Schutzmittel vorhanden, müssen die beschädigten und/oder aufgequollenen Teile ausgetauscht werden, um die korrekte Kontinuität der Abdichtung wieder herzustellen.
  • Bei Vorhandensein von erhöhten hydrostatischen Drücken (größer als 1 atm), muss eine doppelte Schicht Matten installiert werden. 

Für die Installation auf Steinmauern oder Zementblöcken ist es erforderlich, die Kontaktfläche im Vorfeld mit Sand- oder Zementmörtel zu verputzen.

 

 

Teilen

Integrierte Lösungen, die interessant sein könnten